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Bericht März 2012

 

Liebe Tierfreunde,

diesmal hat Svetlana euch einen Brief geschrieben, den ich euch übersetzen möchte. Es ist schon etwas her, weil es immer dauert bis die Post ankommt, aber ich möchte es euch trotzdem übersetzten, weil man nur so verstehen kann wie die Persönlichkeit dieser Frau ist.

 

Die Übersetzung des Briefes

Heute ist ein Tag, wo die wahnsinns Kälte milder wurde und ein Weg für leichten Schneefall ermöglichte. Jetzt kann man das Wetter gerade so ertragen. So setzte ich mich hin, um euch ein Brief zu schreiben.

Vor ein paar Tagen, wo die Kälte kaum auszuhalten war, brachte man uns eine schwangere, 8 Monate alte Rottweiler-Hündin. Ich brachte sie für die Kastration in die Klinik, doch die Ärzte rieten davon ab. Sie war zu schwach, hatte mehrere Tage nichts gegessen und legte sich am Strassenrand hin, um zu sterben.

Gestern bekam sie 11 Welpen. 10 davon hat sie selber zerdrückt, den letzten Lebendigen haben wir ihr weggenommen und legten ihn zu einer anderen Hündin. Zwei Tage dauerte die Geburt. Insgesamt waren es 16 Welpen, die Meisten kamen schon tot zur Welt. Sie hatte einen sehr traurigen Blick und man konnte ihr ansehen, dass sie nicht wollte, dass die Welpen auf dieser schrecklichen Welt lebten.

Ausser dieser Hündin haben wir auch noch einen alten Cocker Spaniel, der zwischen Leben und Tod schwebt. Er wurde einfach nur alt und deswegen wollten ihn seine Menschen nicht mehr haben. Wir haben ihn fast erfroren auf der Strasse gefunden, ca. * 16 Jahre alt und sogar kastriert. Er heisst Kusja und ist in einem sehr schlechten Zustand. Er zerlegt sich praktisch beim lebendigen Leibe. Auch die anderen Hunde stören ihn und er bräuchte eigentlich einen Einzelplatz, wo er viel Ruhe hat. Aber leider kann ich da nur zusehen und nichts machen.

Viele halb erfrorene Hunde brachte man uns über den Winter. Aber die meisten Tiere findet man früh am Morgen wenn man zu Arbeit geht, schon erfroren.

In einer Januar-Nacht haben Heimatlose in der Nähe vom Tierheim Karten gespielt. Wenn einer von denen verliert, gibt es eine Aufgabe. Nämlich über unseren Zaun zu springen und eines der Tiere zu entstellen!

Gott sei Dank sah unser, in der Nacht arbeitende Angestellte, ein Schatten von einem Menschen. Er verschreckte den Heimatlosen, doch es war zu spät! Dieses Biest hat die Pfoten von unserem blinden Schäferhund bis auf die Knochen angeschnitten (siehe Bilder). Wir haben ihn auf ein warmes Plätzchen verlegt und jetzt geht es ihm schon etwas besser.

Bei unserem anderen Rottweiler, bei welchem in diesem Sommer die Pfote amputiert wurde, hat die Wunde angefangen zu eitern, aber es geht ihm schon besser.

Egal wo man hinschaut ist das Tier-Elend nicht zu übersehen. Für solch schwere Fälle wie diese Hunde, haben wir leider immer noch keine passenden Aufnahme-Bedingungen. Immer noch Platzmangel und ein Zaun, der so leicht zu überqueren ist, dass diese Menschen-Biester ohne Probleme reingelangen können.

Im Herbst, als wir angefangen haben manche Tier zu kastrieren, kam es bei manchen Hunden zur Epilepsie und viele wurden aggressiv. Eine kastrierte Dackel-Hündin wurde sehr aggressiv und die anderen Hunde erdrückten sie. Sie war nur 8 Monate alt.

Wir brauchen einen extra Raum für die Klinik, in der kranke Hunde aufgepäppelt werden und andere Tiere nach der Kastration sich rehabilitieren können.

Wir bräuchten eigentlich ein festes Steinhaus. Diese kältedurchlässigen Holz-Häuschen schützen kaum vor der sibirischen Kälte, aber DANKE auch dafür. Ohne euch hätte ich das alles nie gehabt.

Danke auch für das Futter, wofür wir das meiste Geld ausgegeben haben. Wir konnten uns das erste Mal richtiges Hunde- und Katzenfutter über den ganzen Winter leisten.

Ein Traum von mir wäre auch die kostenlose Kastration der Tiere für die Bevölkerung anzubieten. Nur dann würden die Menschen kommen und etwas machen, aber bis dahin müssen wir erstmals unsere Tiere in Ordnung bringen.

Ihr habt gefragt, wie ein normaler Tag von mir aussieht.

Den ganzen Tag versorge ich meine Tiere. Nach der letzten Kot-Aufräumung gehe ich um 12 Uhr Nachts ins Bett. In der Nacht stehe ich noch drei Mal auf, um das Auto zu starten (weil es sonst nicht angeht am nächsten Tag) und um die Öfen zu heizen.

Aber ich beklage mich nicht, es sind die Tiere, die alle Schmerzen auf sich nehmen.

Was ich schon alles in meinem Leben gesehen habe. Zum Beispiel Leichen von drei Hunden, deren Köpfe mit einem Draht zusammen gebunden waren, um sie anschliessend bei lebendigen Leibe aus Spass zu verbrennen.

Ich habe euch allen schon Bilder geschickt, wo zum Beispiel der Körper von unserer Hündin „Täubchen“ neben dem Tierheim aufgefunden wurde. Die Heimatlosen haben sie umgebracht und Fleischstücke aus ihrem Körper geschnitten.

Auf den Bildern seht ihr auch die Gesichter von dem dreibeinigen Rottweiler, der Windhündin Donja und Schäferhündin Fitochka. Alle drei mussten noch am Anfang des Winters (wegen dem Platzmangel) einen Aussen-Zwinger teilen und haben wegen der Kälte gelitten. Wir brachten sie später in ein warmes Gehege und schon haben sie ganz andere Gesichtsausdrücke.

Im Generellen denke ich, das unsere russischen Hunde besonders traurige Augen haben. Diese Augen sind die Augen von Russland in denen nur Leid und Schmerz zu sehen ist. 

Nur ihr, die Deutschen und die Schweizer seid unser Licht am Ende des Tunnels zu dem wir hinstreben, in der Hoffnung, es irgendwann zu erreichen.

Ich umarme euch, eure Svetlana.

 

Die traurige Geschichte Amani

(AMANI bedeutet auf Suaheli FRIEDEN - wir fanden den Namen so passend, für diesen wundervollen Hund ♥)

Amani wurde blind und geschwächt auf der Strasse gefunden und zu Svetlana ins Heim gebracht.

Dort wurde er von den anderen Hunden separiert (zusammen mit einer Hündin), damit er nicht gemobbt wird.

Eines Tages haben Obdachlose Karten gespielt und der Verlierer musste bei Svetlana über den Zaun steigen und mit einem Messer einen Hund entstellen :-(

Da Amani nicht im Rudel lebte und blind war, war er eine leichte Beute für den Mann...

Gott sei Dank hörte ein Arbeiter, der gerade bei Svetlana war, Amanis Schreie und ist sofort hingerannt und hat den Mann verjagt. Zurück blieb ein völlig verstörter AMANI, der nicht wusste, weshalb ihm so viel Leid zugeführt wurde.
 

* Anmerkung: das Alter der Tiere ist sehr schwer zu bestimmen. Oft werden sie älter geschätzt, da sie so schwer von ihrem Leben gezeichnet sind.

Ohne euch hätten wir das nie gehabt und das ist überlebenswichtig! DANKE
Manchmal wird das Auto zu einem ganz anderem Zweck gebraucht. jedes Mal wenn die Svetlana es alle 3 Stunden anschaltet, gibt es eine freie Portion Wärme für die Tiere.
 Unsere zwei Unglücksfälle. Den Cocker-Spaniel hat man mit abgefrorenen Körperteilen auf der Strasse aufgefunden. Auch hatte er ein Loch VON EINEM SCHLAG im Kopf! Der weisse Opi-Kater hat es leider nicht überlebt. Es ist einfach unendlich traurig
Das alles, hat der deutsch-schweizer Weihnachtsmann zur Weinachten gebracht.
Im Tierheim gibt es nichts, ausser diesem Stromgenerator. Svetlana hat schon im letzten Sommer die Papiere für die Strom-Verlängerung eingereicht - Jetzt ist es in Bearbeitung.
So hat man den Cocker Spaniel aufgefunden. Schaut euch mal diese abgefrorenen Körperteile an. Svetlana nennt ihn liebevoll „Kusja“. Ich würde ihm von ganzem Herzen ein schönes Zuhause in Deutschland gönnen.
Ein kleiner Engel von unseren Schutz-Engeln aus Deutschland. Hängt in Svetlanas Auto, so fühlt sie sich nicht ganz alleine.
Das Gesicht von Sibirien! Ständig hat Mensch und Tier in diesem Land mit Schnee zu kämpfen.
Die warme Luft die aus dem Inneren des Hauses kommt, friert sofort an der Tür ein.
Wie ein Schatz wird das Futter aufbewahrt, es verlängert ja auch Leben.
 Eure wertvollen Sachspenden. Wäre es nur leichter sie zu verschicken.
In schwierigen Zeiten hält man halt zusammen.
Im Schlummerland
Svetlana konnte mit euren Spenden gutes Holz für die nächsten Häuschen kaufen.
Hoffen wir, dass diese geschwächte Katze überlebt
Diese Katze war früher bestimmt mal eine Schönheit - jetzt ist sie nur noch ein Häufchen Elend. Ihre Besitzer haben sie einfach rausgeschmissen..
Und schon werden eure Sachspenden eingesetzt. Svetlana fährt in euren Boxen die Katzen zur Kastration.
Der nächste, von Kälte angegriffene Hund, wird zum Arzt gefahren.
„Na wir haben ja ein schönes Versteck für uns gefunden. Egal, dass es eine Schublade ist.“ :-)
Der Alltag in Russland. Ständig werden Tiere angefahren und liegengelassen. Sogar mit Absicht fährt man drüber! Die, die noch am Leben sind, sammelt Svetlana ein und versucht sie zu retten.
Und gleich auf der anderen Seite ein kleines Rudel am Strassenrand. Den Tieren bleibt nichts anderes übrig, als für Futter von den vorbei fahrenden Autos zu betteln.
Ein Angestellter von Svetlana. Kommt immer für drei Tage um die Tiere zu versorgen und zu bauen.
Der alte Kusja drückt sich an den Menschen und vermisst sein altes Zuhause.
„Ich war jetzt mal klüger als die Anderen. Hab mein Bettchen mit dem Essen kombiniert.“
Wie ihr sehen könnt, Katzen oben Hunde unten. Keine optimalen Haltungs-Bedingungen. Es müssen noch viel mehr Räume gebaut werden, damit wenigstens diese zwei Arten getrennt werden können.
Es ist kalt draussen und man kann sehen, dass die, die kein Plätzchen im Inneren abgekriegt haben, es nicht gemütlich haben.
Immer wieder kehrt Svetlana zu ihrer Spendenbox zurück, die in der Stadt steht. Früher hat sie ganze Tage dort verbracht, um ein paar Rubel zu bekommen. Sie vergisst dabei nie ihre alten Freunde, die Tauben, zu füttern.
Der Rottweiler von letztem Sommer, dem die vordere Pfote amputiert wurde. Jetzt hat die Hintere angefangen zu eitern. Ich hoffe, Svetlana bekommt es in den Griff. Sie behandelt die Wunde täglich.
Es gibt auch Wunderfälle!!! Die Hündin wurde letzten Sommer so geschwächt ins Tierheim gebracht, dass sie nicht einmal mehr laufen konnte. Die Ärzte haben Svetlana geraten, sie einzuschläfern. Und jetzt ist sie zu einer gesunden Schönheit aufgeblüht.
Mischa, mit den gelähmten Hinterbeinen, werden Vitamine gespritzt. Das ist leider die einzige Unterstützung. Er ist ein sehr grosser Hund, aber der Liebste, den man sich vorstellen kann!
Kusja, kann es einfach nicht verstehen, weshalb ihn seine früheren Besitzer einfach rausgeworfen haben :-(
Es hat so viele hübsche Katzen. Ich hoffe, dass sie überleben.
Ein etwas anderes Kopfkissen :-) Hauptsache, es ist bequem.
Das sind die traurigen Augen von den Tieren Russlands.
Hier muss man zusammenhalten.
Eine Hundemama bringt ihr Kind in Sicherheit.
Es gibt auch ein paar gute Menschen in Sibirien, die Tiere mögen.
Hoffentlich schaffen es diese Hundekinder, den kalten Winter zu überstehen.
So toll - endlich richtiges Hundefutter!
Hunde- und Katzentrockenfutter. Svetlana kauft so viel wie möglich, da sie im Winter manchmal das Grundstück nicht verlassen kann.
Weiteres Baumaterial für neue Häuser.
Sobald es das Wetter zulässt, wird sofort weitergebaut.
diese Häuser bieten leider nicht viel Schutz von der Kälte. Aber immerhin haben die Tiere ein Dach über dem Kopf.
Hier kann man sehen, wie schlimm Amani von dem Obdachlosen verletzt wurde!
Amani's Pfoten heilen
Amani hat Schreckliches erlebt. Er ist blind und wurde verstümmelt! Trotz dieser feigen Tat liebt er die Menschen noch immer!!!
Langsam schliessen sich die Wunden.
Svetlana pflegt Amani so gut sie kann. Die körperlichen Wunden sind übrigens wunderbar verheilt.

Das letzte siebte Leben - dasletztesiebteleben.com