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Bericht Februar 2012

 

Die eisige Kälte hinterlässt ihre Spuren

Wisst ihr noch, wie eisig kalt es noch bis vor Kurzem in ganz Europa war? Nun subtrahiert davon noch 20°, so dass wir auf die sibirische Temperatur von -40° kommen. Das ist nämlich die Grund-Temperatur, die fast den ganzen Winter über in Sibirien herrscht! Für uns kaum vorstellbar - für Svetlana und ihre Tiere die harte Realität.

Endlich bekam ich von Svetlana das verspätende Bildmaterial mit Luftpost gesendet. Die traurigen Spuren des Winters sind nicht zu übersehen - die Natur macht ihr Ding..

 

Viele Tiere erfrieren

Die meisten Tiere, die vor dem Winter in Sibirien keinen Unterschlupf gefunden haben, verenden durch Erfrieren. Eine kleine Anzahl von Tieren, die auf der Strasse liegen und sich bereits dem Tod ergebenen haben, werden von den wenigen, gutherzigen Menschen aufgenommen und ins Tierheim gebracht.

Bei vielen von ihnen sind Körperteile abgefroren und das besonders Traurige dabei ist, dass man sehen kann, dass es ehemalige Wohnungstiere waren. Aus welchem Grund auch immer, ihnen wurde alles genommen, wie zum Beispiel bei dem weissen Perser-Kater „Opi“.

 

Der weisse Perserkater "Opi"

Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, ähnelt er nur von weitem einer Katze. Menschen haben ihn halberfroren auf der Strasse gefunden und ins Tierheim gebracht.  Svetlana brachte ihn zum Tierarzt. Er stellte fest, dass der Kater bereits ca. 13 Jahre alt ist.

Seine Ohren und sein Schwanz sind abgefroren, seine Zunge hängt halb raus. Er klammert sich an Svetlana, denn sie ist ja ein Mensch. So ein Mensch, den er auch mal hatte, doch ab jetzt nicht mehr - er wurde einfach auf die russische Art "entsorgt".

Aus Kummer oder Krankheit, hat Opi leider nicht überlebt. Ich sitze hier und heule nur noch, mit dem Gedanken: „ jetzt bist du, alter Opi, wenigstens von deinen Qualen erlöst“ (Schaut euch die Bilder an)

Doch am Meisten unterscheiden sich die sibirischen Tiere durch ihre tiefen, traurigen Augen, die einem sogar durch das Bild in die Seele reinschauen können.

 

All dieses Elend muss Svetlana alleine verkraften

Svetlana sagte mir am Telefon, dass diesr Winter weniger schwierig war, als der vom letzten Jahr. Doch es gab Momente, wo sie es auch kaum mehr ausgehalten hat. Ist ja auch verständlich.

Ich kann es zum Beispiel nur schwer zwei Wochen im Sommer in dem Tierheim aushalten. Wenn eigene Tiere in den Müllsäcken abgegeben werden oder wenn ein Tier dir in den Armen stirbt. Das alles reisst Löcher in deine Seele. Svetlana hat niemand, der mit ihr all dieses Leid teilt und sie muss das alles ganz alleine verkraften und verarbeiten.

 

Endlich gutes Futter

Dank euch hat sich aber wenigstens eine Sache zum Guten gewendet. Svetlana konnte noch vor dem Winter viele Säcke vom guten Futter kaufen, was für die Tiere überlebenswichtig ist. Der billige Brei hat nur die Bäuchlein gefüllt, aber die wichtigen Nährstoffe fehlten. Jetzt haben sie wenigstens gutes Futter.

 

Es herrscht nach wie vor Platzmangel

Die anderen Geldspenden legt Svetlana zur Seite, damit sie sobald es wieder wärmer wird, mit dem Ausbau des Tierheimes weitermachen kann. Denn immer noch herrscht ein absoluter Platzmangel im Tierheim! Alle Räume sind überfüllt mit Tieren und es kommt vor, dass die Grossen die Kleinen zerquetschten.

Die Welpen sind nun alle im Katzenhaus untergebracht, eine andere Möglichkeit haben wir leider nicht. Natürlich ist dieser Zustand für die Katzen stressig und von Tag zu Tag werden die Welpen grösser. Auch Svetlana schläft dort, damit sie aufpassen kann damit nichts passiert.

Noch in letzter Sekunde, kaufte Svetlana zwei zusätzliche Holzhäuschen für ihre Notfällchen, wie zum Beispiel für den grossen Hund, mit einem riesen Schädel aber einem goldenen Charakter. „Mischa“ mit den gelähmten Hinterbeinchen, der im Sommer auf der Strasse Richtung Tierheim kroch und "Kusja" einem 8 Jahre alten echten Cockerspaniel, der sich bereits auf die Strasse hingelegt hat um zu sterben. Menschen haben ihn gefunden und ins Tierheim gebracht. Seine Pfoten sind abgefroren und auf dem Kopf hat er eine Schlag-Spur.

Die Häuschen fallen auseinander, aber die sind praktisch, denn sie retten ein paar Leben mehr.

 

Auch dieser Winter hat viele Opfer gebracht

Wisst ihr noch? Letzten Sommer hatten wir nicht genug Spenden, um das Tierheim auf den Winter vorzubereiten! Obschon wir für diesen Winter besser gerüstet waren, gab es dennoch viele Opfer. Zuviele Tiere wurden auf den Strassen gefunden und ins Heim gebracht und nicht alle konnten in den Räumen die einen Ofen haben untergebracht werden. Es braucht noch sehr viel, bis kein Tier mehr erfrieren muss, aber wir bleiben dran und versuchen unser Möglichstes um die Situation vor Ort zu verbessern. Ich zeige euch die Bilder, damit wir keine Illusion bekommen, dass bereits alles gut ist.

 

Svetlana kämft für den Stromanschluss - leider wird er abgelehnt!

Nun, Svetlana hat die Papiere für die Stromversorgung schon lange eingereicht, doch bis jetzt hat die Kabel-Verlängerung bis zum Tierheim nicht stattgefunden.

Der Grund der Behörde:“ Svetlana sei eine Privatperson und der Antrag wird abgelehnt!“

Die kluge Svetlana lässt sich das nicht gefallen und schlägt ihnen die Dokumente auf den Tisch. Sie sagt, dass sie seit Neustem eine offizielle Organisation ist und dass sie das so nicht hinnimmt. Jetzt warten wir mal ab bis alles neu bearbeitet wird!

 

Ein richtiges Steinhaus müsste her

Grundsätzlich möchten wir ein grosses, stabiles, Steingebäude bauen, damit den Tieren wirklich geholfen wäre. Diese Holzhäuschen sind dem sibirischen Winter einfach nicht gewachsen. Doch leider fehlt das Geld dazu.

 

Also meine Lieben, ihr alle seht, dass leider noch viel vor uns liegt. Jetzt kommt es auf uns alle an, wie wir Svetlana von dieser Seite unseres Planeten helfen können. Ich danke allen, die es ermöglicht haben, dass schon so viel verbessert werden konnte. Machen wir weiter, denn Svetlana und ihre vielen Tiere haben nur uns...

 

Bericht: Daria Chudjakowa

 


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