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Das sibirische Tierheim von Svetlana Konovalova - die Anfänge (1990)

Das sibirische Tierheim von Svetlana Konovalova - die Anfänge (1990)

Im Jahr 2008 hat Daria Chudjakowa das Tierheim von Svetlana entdeckt. Lesen Sie hier und in den anderen Berichten, wie es Svetlana und den Tieren über all die Jahre ergangen ist und was für Fortschritte wir dank den Spendern erzielen durften.

Svetlana  

Die ältere Dame Svetlana Konovalova gehört eigentlich zu den Menschen, die noch während ihrer Lebenszeit ein Denkmal bekommen sollte. Doch leider wird sie von der heutigen Gesellschaft in Russland eher als ein Freak bezeichnet. Für uns und vor allem für die Tiere ist sie ein Engel... Früher hat Svetlana als Lehrerin gearbeitet, bis sie sich voll und ganz den hilfesuchenden Tieren annahm.

Jedes mal wenn sie ein leidendes Tier auf der Straße sieht, kann sie einfach nicht vorbei gehen und nimmt es liebevoll bei sich auf.

Aber nicht nur das. Viele Menschen in diesem kleinem Dörfchen in Mitten von Sibirien wissen von ihrem Tierheim und setzen einfach ihre ungewollten Tiere vor dem bereits überfüllten Heim aus.

 

 So sah es bei Svetlana bis und mit 2009 aus..

 

Wie alles begann

Angefangen hat alles vor 20 Jahren, als diese intelligente, mitfühlende Frau noch in einer Zweizimmerwohnung in Mitten des kleinen Städtchens Abakan lebte. Das Ansehen leidender Tiere brachte sie auf eine Idee, ein kleines privates Tierheim zu eröffnen.

Also tauschte sie die Stadtwohnung für ein etwas größeres Holzhaus auf einem kleinen Grundstück, welches in dem in der Nähe gelegenen Dorf „Kalinino“  liegt (genau da, wo  früher die schrecklichen Hundekämpfe stattgefunden haben).

Ihr nächster Schritt war leicht und leider sehr angebotsreich. Svetlana nahm alle leidenden Tiere bei sich auf. Als Erstes kam der dreibeinige Hund aus dem Keller ihres vorherigen Wohnhauses, dann kamen die Blinden, die Verletzten und einfach die, die sie anschauten und weinten.

Svetlana hat viele schlimme Fälle erlebt. Dazu gehörte der Hund, der mit zusammengebundenen Beinen aus dem Auto rausgeschmissen wurde, Tiere mit abgehackten Pfoten oder halb erfrorene Hunde und Katzen, die im Winter nicht rechtzeitig einen Unterschlupf fanden. Die Temperaturen sinken im sibirischen Winter bis zu
-45°.

 

 Ein netter Mann, der Svetlana etwas hilft

 

Svetlana muss betteln gehen

Mittlererweile ist Spenden sammeln Svetlanas Alltag geworden. Mit dabei ist immer ein Hund, der ihr dabei hilft und ihr treu zur Seite steht. Über die zwanzig Jahre haben viele Hunde dabei geholfen, damit die Leute etwas Geld in die Spendebox werfen. 

Mit den Tieren schlossen sich ihr auch Menschen an. So leben mit ihr seit 15 Jahren zwei Frauen, die ihr helfen diese vielen Tiere zu versorgen. Eine von ihnen hat aufgehört zu trinken, weil Svetlana ihr gezeigt hat, dass man sich auf das Menschliche konzentrieren sollte und nicht auf den Vodka.

Natürlich würde Svetlana an manchen Tagen am Liebsten alles hinschmeißen und zu einem normalen Leben zurückkehren, aber jedes mal wenn sie ein Tag nicht zu Hause sein kann , leidet sie und will zu so schnell wie möglich zurück zu ihren Tieren.

 

Man will Svetlana vertreiben

Man könnte davon ausgehen, dass sich an so einer zierlichen und zerbrechlichen Frau, mit einem starken Willen niemand stören würde. Doch leider fanden sich solche Leute und mit ihnen kamen sogar 6 Prozesse. Bei dem Ersten verlangte der Bürgermeister, die von Svetlana geführte Aktivität einzustellen und alle Tiere zu töten. Damals bat sie verzweifelt jede vorbeigehende Person, in ihrem Heft dagegen zu unterschreiben.

 

 Svetlana beim Betteln.    Die Tierärztin im Ort hilft so gut sie kann.   Die Hunde suchen etwas Wärme an der Sonne

 

Svetlana findet Freunde

Aber mit den Problemen fanden sich auch Freunde, die sie unterstützten und es nicht zugelassen haben, dass Svetlanas Tiere getötet wurden. 

Es gehören sogar Leute aus dem Fernsehen dazu, die über sie einen Film gedreht  und diesen auf dem städtischen Kanal veröffentlicht haben. Eine Mitarbeiterin half Svetlana ihr Haus auf ihren eigenen Namen zu privatisieren, als die Beamten es ihr damals einfach wegnehmen wollten.. Es sind Menschen wie Architekten, Mitarbeiter des Ekologie -Zentrums „Hakassiens“, die Tierärztin die kostenlos zahlreiche Operationen an ihren Tieren durchgeführt hat, der Papst, Schüler und viele mehr.

Svetlana bekam sogar eine Anerkennung von dem staatlichen Künstlerverband, für die Arbeit, die sie in der Gemeinde leistet.

Außerdem kennt ihr Tierheim jeder und es kommen (zwar ganz selten) Leute zu ihr, die ein Hund oder eine Katze bei sich aufnehmen möchten.  

 

 Unfassbar, in welchem Elend Svetlana und ihre Tiere leben mussten

 

Darias erster Besuch im Tierheim 

2008 besuchte Daria Chudjakowa ihre Oma, die in Sibirien lebt und hat Svetlana auf der Strasse beim Betteln entdeckt. Daria hat sich mit ihr unterhalten und Svetlana gefragt, ob sie sich das Tierheim mal ansehen dürfe. (All diese Bilder stammen von damals!)

Kommentar Daria: „ich fuhr hin, um mir eine genaue Vorstellung der Situation in dem Tierheim zu erschaffen. Angekommen bin ich mit mehren Packungen von Hundetrockenfutter, dazu noch paar Tüten Fleischreste von dem Bazar. Svetlana bedankte sich schüchtern und hat mir alles abgenommen. Sie gab mir am Ende des Besuches ein kleines, von ihr veröffentlichtes Kinderbuch Namens „Lebendige Wärme“(mit Tiergeschichten), in dem ich ihr Kommentar fand:

„Liebe Daria, ich danke dir für deine Hilfe, aber sei mir nicht böse wenn ich nicht schweigen kann. Momentan brauchen wir kein Trockenfutter, wir brauchen als erstes viele kg von dem billigsten Brei, weil wir zu viele Tiere haben die verhungern und wir können uns den Luxus nicht leisten. Dann brauchen wir Kohle! Es gibt nicht genug und viele Hunde erfrieren einfach“

 

 Der erste Besuch von Daria im Heim. Diese traurigen Bilder haben sie nicht mehr losgelassen!

 

Dann ging ich rein und das Erste, was ich dort gesehen habe war ein auf dem Ofen gelegener, toter Hund. Svetlana sagte mir, dass sie ihn nicht mehr retten konnte und er vor ein paar Tagen gestorben war (kein Wunder bei diesen Temperaturen). Alles andere sah auch sehr schlimm aus. In jeder Ecke hat man pures Elend gesehen, vor allem der Zustand der Hunde besorgte mich. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, warum es damals nicht schon lange zu einer Epidemie gekommen ist.

 

 Die Hunde bekommen etwas Brei.       Dieser Hund hat es nicht geschafft.          Ohne Worte...    

 

Alle ihre Hunde fand Svetlana leidend auf der Strasse und für die medizinische Versorgung war einfach kein Geld vorhanden. Die Hunde, die einen starken Willen zum Leben gehabt haben schafften es, andere starben. Nach dem ich dort drin gewesen war, brauchte ich eine Woche, um wieder zu mir zu kommen.

 

 Gut, dass diese Bilder nun der Vergangenheit angehören. So viele traurige Augen...

 

Svetlana möchte auch die Menschen sensibilisieren

Svetlana ist überzeugt, dass sie nicht nur was Gutes für die Tiere tut, sondern auch für die Menschen. Die Menschen müssen sehen, dass man die Schwachen in dieser Welt beschützen sollte, dass man nur mit Liebe etwas erreichen kann und dass die Gewalt in dieser Welt kein Platz hat!

Immer mehr Kinder unterstützen sie, schreiben Berichte und stoppen an ihrer Spendenbox. Aber ihren Tieren geht es trotzdem sehr schlecht und sie brauchen jegliche Unterstützung!

Ausser ein paar Rubel in ihrer Spendenbox, erhält Svetlana KEINE finanzielle Unterstützung für ihre Tiere.

 

Die Spendenbox in der Stadt, damit Svetlana wieder etwas Brei für die Tiere kaufen kann. Für mehr reicht es bei umgerechnet ca. 150€ Rente nicht...

 

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