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Bericht September 2012

 

Heute bekam ich wieder Neuigkeiten von Svetlana.

Die Frau versucht noch in letzter Sekunde alles vor dem harten Winter vorzubereiten, um das Tierheim, das sich an einem der kältesten Orte auf unserem Planeten befindet, so winterfest wie möglich zu machen.

 

Was ist noch zu tun

Mit den letzten Spenden die sie bekommen hat, werden noch schnell die neuen Räume zu Ende gebaut.

Futter wird gekauft (150 Trockenfuttersäcke wurden bestellt, das reicht gerade für einen Monat für die ca. 300 Hunde und 30 Katzen!)

Das alte Gelände von Svetlana, welches ihr Eigenturm ist, wurde aufgeräumt, damit sie es verkaufen kann, um noch mehr Geld für das Tierheim zu bekommen.

Gleichzeitig müssen noch weitere Tiere kastriert werden.

Da die meisten Hunde im Tierheim ziemlich wild sind und es manchmal fast unmöglich ist, sie einzufangen, haben wir in Moskau ein Betäubungsgewehr bestellt das für Hunde geeignet ist (zu minderst stand es so in der Anleitung drin). Als es dann aber angekommen ist, waren die Pfeile riesengross und die Tierärzte meinten, dass man diese Pfeile wohl nur für Elefanten gebrauchen kann. So musste Svetlana eine andere Fangtechnik entwickeln. Zusammen mit den Arbeitern macht sie es jetzt mit einem selbstgemachten Fangnetz.

 

Das Tierheim füllt sich noch mehr

Täglich werden schwache und kranke Tiere abgegeben, die sich aus Kraftmangel in der Stadt hinlegen um zu sterben.

Es hat auch Welpen-Ankömmlinge ohne Ende und das Katzenhaus wird immer voller, weil so viele Tiere kein Zuhause haben. 

 

Was gerade gebraucht wird:

  • Es kam eine neue Lieferung mit Holz für die Fertigstellung der letzten Räume vor dem Winter. Leider noch in der Schuld und sie muss abbezahlt werden. 900 Euro.
  • Alle Welpen müssen entwurmt werden.
  • 20 Neue Fenster und neue Fensterrahmen müssen für die neuen Räume bestellt werden. 750 Euro.
  • Kastration. Rüde: 30 Euro. Weibchen: 50 Euro.
  • Noch mehr Heizöfen müssen in den neuen Räumen gebaut werden. Die Arbeiter, die beim Bau helfen, müssen bezahlt werden 373 Euro. Für die Öfen braucht man ca. 3000 Ziegelsteine. Kostenpunkt dafür wäre 650 Euro aber mit Lieferung inbegriffen. Und der Guss für die Öfen, um die 370 Euro.

 

Wie ihr seht, hat Svetlana alle Hände voll zu tun! Wie sie es macht, damit sie das alles schaffen kann, weiss ich nicht!

Als wir diesen Sommer vor Ort waren (eigentlich die ruhigste, entspannteste Zeit des Jahres), wussten wir nicht wo wir anpacken sollen, da es so viel zu tun gibt. 

Jetzt stehen Svetlana und ihre Tiere vor dem grossen Kälteeinbruch. Sie weiss kaum, wie sie das alles schaffen soll und jeder kleine Fehler bedeutet, dass wieder Leben erlöscht werden. Hoffen wir, dass dieser Winter nicht so viele Opfer bringt..

Wenn ihr noch helfen könnt, bitte macht es. Ich begebe mich jetzt wieder mal an den Flohmarkt, damit ich das Tierheim noch mehr unterstützen kann.

Bericht: Daria Chudjakowa

In letzter Sekunde werden noch weitere Räume für die Tiere gebaut.
Ein selbstgebauter Steinofen, damit das Holzhaus ein wenig gewärmt werden kann.
Wieder fand Svetlana ausgesetzte Katzenwelpen vor dem Heim.
Der Stromanschluss ist da! Leider wurde der Strom noch nicht freigeschaltet. Svetlana muss dafür 4'000 Euro bezahlen!
Die Vorbereitungen für den lang ersehnten Strom sind am Laufen.
Wunderschöne Tiere! Bei uns wären sie ganz schnell vermittelt - in Russland will sie niemand haben.
Diese Futtermenge reicht leider nicht lange, bei ca. 300 Hunden
Die Kleinen geben sich gegenseitig Halt und Wärme
Ein weiteres Haus für die Hunde ist fast fertiggebaut. Leider reicht das Geld nicht, um die Fenster zu kaufen. So schützt es nur wenig vor der eisigen Kälte im Winter.
Beten wir, dass dieser Welpe stark genug ist um zu überleben
Die Arbeiter isolieren noch in letzter Sekunde weitere Hütten
Der gelähmte Mischa und die schwachen Tiere rücken zusammen, damit sie an der Wärme sein können.
Die Tierärztin und Assistenten bei der Kastration
Eine Hündin wird im selbstgebauten Kastrationsraum vor Ort kastriert.
Svetlana liebt die Natur sehr. Aus diesem Grund schickt sie ab und zu Fotos, um sie uns zu zeigen.
Da das Betäubungsgewehr nicht hält, was es versprochen hat, werden die scheuen Hunde nun mit einem Netz gefangen, damit sie kastriert werden können.
Das alte Tierheimgelände von Svetlana muss aufgeräumt werden, damit sie es verkaufen kann. Der Erlös steckt sie dann in weitere Häuser für die Tiere im jetzigen Heim.
Wie gerne hätten sie eine eigene Familie...
Das alte Tierheimgelände wird gesäubert
Weiteres Futter, das dank den Spendern gekauft werden konnte.
Saja, die behinderte Katze hat ein wunderschönes Zuhause gefunden ♥
sie geniessen noch die letzten Sonnenstrahlen im Aussengehege
Schaut, wie schön das Gras gewachsen ist, welches Daria im Sommer angesäht hat
Die Tierärztin Ludmilla ist immer für ein Spässchen zu haben :-)
Auch dieser Hund wird zur Kastration getragen
Einer der Arbeiter mit einem geretteten Welpen
in einem Erdloch vor dem Heim werden Hundewelpen entdeckt
..und sie wurden natürlich umgehend gerettet
dringend müssen noch weitere Öfen in die Hütten gebaut werden
..und die Allrounderin Svetlana erledigt auch diese Aufgabe!

Das letzte siebte Leben - dasletztesiebteleben.com

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