Das letzte siebteleben. e.V.

ist ein gemeinnütziger Verein, mit Sitz in Deutschland und der Schweiz. Welches den Strassentieren in Sibirien hilft.

"Nur wer sein ZIEL kennt, findet den Weg"

Bis 2008

Vor unserer Entdeckung des Tierheims, kämpfte Svetlana alleine fast 20 Jahre lang für die Existenz ihrer Tiere. Sie bettelt täglich, damit die Tiere wenigstens etwas zu essen bekommen. Die meisten sterben jedoch nach kürzester Zeit, da sie einfach nicht die finanziellen Mittel hat, so eine grosse Anzahl an Tieren zu halten. Täglich werden ihr neue Hunde und Katzen vor die Türe gestellt. Auch kastrieren ist zu diesem Zeitpunkt für Svetlana noch ein Fremdwort.
Aber nicht nur das. Obwohl Svetlana viele Freunde hat, wird sie von den meisten Menschen im Ort sehr schlecht behandelt und sogar angegriffen. Es folgen 6 Prozesse, da die kluge Frau nicht alles einfach hinnimmt. Man will das Tierheim schliessen und alle Tiere erschiessen. Am Ende gewinnt Svetlana mit der Hilfe von ein paar Menschen, die sich für sie einsetzen.
Svetlana erzählt eine traurige Geschichte aus dieser Zeit: „ Eines Tages höre ich das tödliche Geschrei einer unserer Katzen. Sie ist aus dem Katzenhaus durch das Fenster entwischt…ich renne hin und sehe, wie einer unserer abgemagerten Hunde versucht sie zu töten. Mit meiner ganzen Kraft versuchte ich die Katze von dem Hund zu befreien. Es gelingt mir, doch kurze Zeit später stirbt die Katze trotzdem… und dieser Hund verhungerte nach einer Woche…“

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2008

 fährt Daria Chudjakowa in ihre Heimat Sibirien und entdeckt das Tierheim. Sie schaut sich die Lebensbedingungen von Svetlana und ihren Tieren an und weiss, es muss sich was bewegen.
Nach der Rückkehr in die Schweiz, erstellt sie mit Hilfe ihrer russischen Freunde eine Homepage, Auf welcher sie alles über das sibirische Tierheim berichten. Die ersten kleinen Spendeneingänge folgen, aber es sind viel zu kleine Beiträge um etwas zu bewirken. Es ist noch zu unbekannt, damit es sich weiter bewegen kann.


2009

wird Karin Pesse auf das Tierheim aufmerksam. Sie schlägt uns vor, eine Gruppe im Facebook zu gründen, damit mehr Menschen auf das sibirische Tierheim aufmerksam werden.
Parallel macht sie zusätzlich private Flohmärkte, um auch von sich etwas geben zu können. Mittlerweile ist sie ein festes Vereinsmitglied und ein toller Tierfreund. Unsere Facebook-Gruppe bekommt immer mehr Mitglieder und alle Menschen, die etwas Mitgefühl haben, fühlen sich sofort angesprochen. Sie sind von den katastrophalen Bedingungen schockiert, unter denen Svetlana und die Tiere leben müssen.
Man kennt uns noch nicht, doch die ersten Menschen riskieren es zu spenden.An diesem Punkt ist Svetlana sehr verzweifelt, weil sie wegen ihrer Lebensweise ständig von den Bewohnern in ihrem Dorf angegriffen wird. Auch der Bürgermeister will sie und die Tiere nicht mehr im Dorf haben und stellt ihr für die nächsten 45 Jahre ein Stück Land ausserhalb des Dorfes zur Verfügung, welches sie zu einem günstigen Preis mieten kann. Aber unter einer Bedingung! Alle Tiere müssen so schnell wie möglich aus der Stadt verschwinden.


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Die armen Augen.
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Also bringt Svetlana ihre Tiere kurz vor dem kalten Winter auf ihren neuen Lebensplatz. Ausser dem Holzzaun und ein paar alten, gelöcherten Metallwagen, deutet nichts auf das Tierheim hin. Doch mehr können wir uns zu dieser Zeit nicht leisten, da die Spendeneingänge viel zu klein sind.
Eine grosse Anzahl der Tiere überlebte den Umzug nicht, weil sie nicht gut genug untergebracht werden konnten. Bilder der Toten aus dieser Zeit haben wir nicht. Damals hatten wir noch keine Kamera vor Ort, um das alles dokumentieren zu können.


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2010

gehen endlich mehr Spenden ein und auch unsere Facebook-Gruppe hat bereits über 500 Gruppenmitglieder. Wir werden bekannter und gewinnen mehr und mehr Helfer. So ist auch die Fellchenhilfe, eine private Tierschutzinitiative aus Berlin zu uns gestossen. Auch sie haben ihr Herz an Svetlana und ihre Tiere verloren und helfen fleissig mit, das Heim bekannter zu machen und Spenden zu sammeln.
Vor Ort in Sibirien herrscht eine absolute Baustelle. Mit ihren 62 Jahren wird Svetlana plötzlich zur Baustellen-Leiterin. Sie hat eine exakte Vorstellung, wie das erste richtige Tierheim in Sibirien aussehen soll. Unsere ganzen Investitionen gehen in den Bau rein, damit wir im kommenden Winter nicht so viele Opfer tragen müssen.
Die Tiere sind immer noch gezwungen, mit billigem Brei, statt dem richtigen Futter auszukommen. Das erste Mal wird das Wort „Kastration“ im Tierheim erwähnt. Svetlana fängt an, einzelne Tiere kastrieren zu lassen. Dieser Eingriff ist jedoch schwierig umsetzbar, da die einzige Vet-Klinik in der Stadt ist und ist nur mit einem Auto zu erreichen. Obwohl wir uns bereits ein altes Auto für das Tierheim leisten konnten, haben wir keinen Fahrer, der die Tiere regelmässig zur Kastration fahren könnte (das Tierheim liegt ziemlich ausserhalb der Stadt). Die Ärzte selber sind viel zu beschäftigt, regelmässig in das Tierheim zu fahren, um zu kastrieren. Die Svetlana läuft zusätzlich täglich zu ihrer Spendenkasse, weil die Spendeneingänge aus Europa nicht ausreichen.

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2011

erhalten wir von der "Tierhilfe Bluemoon & Pfötchenfreunde e.V." weitere Hilfe, die für Svetlana und ihre Tiere so wertvoll ist! Wir sind so froh und beruhigt, von denen Rückendeckung zu bekommen! Tatsächlich können zwei Vereine mit einander mehrere Jahre auf Freundschaftsbasis gut zusammen funktionieren.
Auch ist Martina Karl, Verein: "Mensch-Tier-Spirits-Helvetia" zu uns gestossen, die uns fortan mit Rat und Tat zur Seite steht. Martina ist ein festes Vereinsmitglied geworden und im Sommer 2011 das erste mal zu Svetlana geflogen, um vor Ort zu helfen. Sie war so berührt von dieser Frau und so erschüttert über das Elend und die Situation im Heim, dass sie ihr grosses Herz an Svetlana und ihre Tiere "verloren" hat.
Dann geschieht auch noch ein kleines Wunder! Svetlana besteht in ihrem hohen Alter die Führerscheinprüfung. Ab jetzt müssen alle Autofahrer in der Stadt Abakan, auf sie Rücksicht nehmen :))) die Frau weicht nicht von ihrem Ziel ab, auch wenn sie paar Fussgänger mit sich mitschleppen lässt :))))
Es wird einiges leichter und sparsamer. Jetzt sparen wir die täglichen Kosten für ein Taxi um Futter zu holen und alle lebenswichtigen Sachen für das Tierheim zu besorgen. Auch kann Svetlana nun selber die Tiere für medizinische Behandlungen in die Stadt fahren. So werden auch Kastration mit dem Auto leichter. Wenn immer eine Hündin trächtig ist, nimmt Svetlana das Tier und fährt in die Klinik, damit es nicht noch mehr Nachwuchs gibt. Bis aber alle Tiere kastriert sind, wird es wohl noch lange dauern.
Parallel zu den kleinen Erfolgen in Sibirien, werden wir zu einem offiziellen Schweizer Tierschutz-Verein „Das letzte siebte Leben“ mit Sitz in Zürich.
Obwohl wir bereits einiges geschafft haben, mussten wir bei der August-Reise nach Sibirien trotzdem noch feststellen, dass noch immer Mangel-Ernährung herrscht, noch immer Tiere viel zu oft sterben und die Häuser noch immer zu wenig isoliert sind.


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2012

konnten wir weitere Fortschritte erzielen. Für die Katzen konnte das Aussengehege ausgebaut werden, was den Samtpfoten enorme Lebensqualität bietet. Endlich kommen auch sie in den Genuss, ein paar warme Sonnenstrahlen zu geniessen und frische Luft zu schnuppern.
Ein weiterer Höhepunkt für das Tierheim:  nach 2 jährigem Kampf mit den Behörden, hat Svetlana endlich Strom!!! Vorher konnte sie nur mit Hilfe eines stinkenden und lärmenden Stromgenerators, für ein paar Stunden am Tag Strom generieren. Jetzt hat Svetlana sogar ein paar Elektrogeräte, die sie dank lieben Spendern von der Tierhilfe Bluemoon kaufen konnte. Eine Waschmaschine und Kühlgeräte, worin sie die Medikamente bei optimaler Temperatur lagern kann.
Auch wurde fast die Hälfte der Hunde bereits kastriert. Aber es liegt noch viel vor uns, bis wir so weit sind, dass mal alle Tiere rechtzeitig vor ihrer Geschlechtsreife kastriert werden können, um so ungewolltem Nachwuchs vorzubeugen. Auch werden viele Tiere abgegeben, die natürlich noch nicht kastriert sind.
Wir sind auch bestrebt, Geld für weitere warme Häuser und Öfen zu sammeln, damit mal alle Tiere den harten Winter in Innenräumen verbringen können.

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2013
Damit das Tierheim die ganze Flut an ungewollten Tieren überhaupt aufnehmen kann, wird es ständig ausgebaut. 2013 wurden zahlreiche Zwinger und neue Hundehütten gebaut. Jede Hütte besteht aus 6 Abteilungen, für 6 Hunde.
Zu diesem Zeitpunkt hat das Tierheim ein kleines, bescheidenes Katzenhaus, welches zu eng für die zahlreichen Katzen ist. Svetlana beschließt, ein neues Katzenhaus zu errichten. Es werden Spendergelder gesammelt für ein Steinhaus für Svetlana. Doch Svetlana sieht mehr Sinn in einem größeren Katzenhaus mit mehr Platz und einer Klinik. Allerdings aus Holz damit es etwas günstiger wird. Es wird mit dem Bau eines 250 m2 großen Katzenhauses angefangen.
Neue Wasserleitungen wurden angebracht. So müssen die Arbeiter des Tierheims nicht aus einer einzigen Quelle Wasser schöpfen und in jeden einzelnen Zwinger schleppen. Doch das gesamte Gelände ist noch nicht angeschlossen. Das wird zu einem späteren Zeitpunkt gemacht.
Im August, als das Helferteam wieder zu Svetlana geflogen ist, hat sie eine Tierärztin (Ruth Ferraro, www.tiermed.ch, Biberist, Schweiz) begleitet, um vor Ort gratis und so viele Tiere wie nur möglich zu kastrieren. Vielen, vielen Dank, liebe Ruth, dass Du Deine Ferien geopfert hast, um den Ärmsten am anderen Ende der Welt zu helfen. Du hast auf ein Honorar verzichtet und die gesamten Reisekosten selber getragen. Das ist nicht selbstverständlich

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Svetlana und nellys Babies August 2013 347
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2014

 Auch 2014 fliesst das meiste Geld von den Spenden  in den Bau des neuen Katzenhauses. Manchmal muss die Baustelle zwischenzeitlich gestoppt werden, weil das Geld nicht ausreicht um die Tiere zu versorgen UND weiter zu bauen. Trotzdem gelingt es Svetlana in diesem Jahr das Haus sogar noch zu isolieren. So finden zumindest ein paar Hunde, die sie aus Platzmangel sonst nicht hätte aufnehmen können, im Winter eine Notunterkunft.
Sehr oft kommt es vor, dass im Tierheim unerwartete Notsituationen eintreffen. So war zum Beispiel die dringende Aufnahme von 29 Katzen nötig. Svetlana wurde von einer krebskranken Frau angerufen, die 5 Stunden Fahrtzeit von der Stadt Abakan entfernt in einer Klinik liegt. Diese ohnehin schwer kranke Frau hat bei sich im Zimmer 29 Katzen versteckt, die kurz davor waren, von der Leitung dieser Klinik vergiftet zu werden.
Die Katzen haben ihr ganzes Leben dort verbracht und lebten eigentlich unter guten Bedingungen, denn sie haben die Essensreste der Klinik abbekommen. Doch jetzt will die Klinikleitung von den Tieren nichts mehr wissen!!! Als Svetlana und ihre Tierärztin Ludmilla am Ort ankamen, hat man die armen Katzen in dem Zimmer von der kranken Frau bereits in Säcke verpackt! Svetlana und Ludmilla konnten die Tiere nur noch schnell im Auto verstauen und mit ihnen weg fahren, um sie in Sicherheit zu bringen.


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Dieser sanfte Riese sehnt sich nach Spielen, Laufen und Zuwendung. Er würde von seinem Besitzer wegen seiner Übergrösse ins Tierheim abgegeben.
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2015

Der Ausbau von dem Innenraum des Katze Hauses geht weiter, so entstehen 2015 Quarantäneräume für Neuankömmlinge. So wie der überhaupt erster Raum für Klinik. Kaum vorstellbar, den früher haben die Ärzte auf den Knien stehend im Feld, oder in mobilen Metallwägen medizinische Behandlungen gemacht, Gleichzeitig wird auch das Außen Gehege an den Katzen- Haus angebaut. Auch der Weiterbau von neuen Zwingern hört nicht auf. Denn das Tierheim wird immer voller, und es müssen neue Plätze geschafft werden für die neuen bedürftigen Tiere.


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2016

Endlich ist das Fertigbau von Katzenhaus in Sicht! der ursprüngliche Budget, ist schon längst aufgebraucht, weil das Haus statt geplante 50 m2, von Svetlana auf 250 m2 ausgebaut wurde! Man kann sich aber in die Situation dieser Frau sehr gut hineinversetzen. Bei sibirischen -40 Grad im Winter, will sie so viele Tiere wie möglich ins Warme unterbringen. Den sie muss fast jede Woche zusehen, das Tiere an Kältetod ihr Leben verlieren. Ein delikates Thema, den Spendeneingänge muss man sehr bedacht einsetzten, haben Tiere nicht genug Futter, weil die meisten Spenden in den Bau des Tierheims fließen, sterben sie genau so. Im Katzenhaus läuft bereits Verlegung von Fliesen, Wandbau, Beleuchtung, Kohle-Beuler Anbringung auf Hochtour.

Auch wird in diesem Jahr  Verlegung von Strom, in alle Ecken des Tierheims durchgeführt. Den bis jetzt war nicht mal alles beleuchtet. 

Es findet auch weiterhin eine Verlegung von Röhren, für fließendes Wasser. So müssen die Arbeiter nicht aus einem einzigem Punkt, Wasser holen und in alle Zwinger verteilen. Das spart enorm die Kraft und die Zeit, die Tiere zu versorgen. 

Auch die Kohlenöfen, welche die Svetlana mit eigenen Händen aus Kacheln zusammen gelegt hat, werden langsam eins nach dem anderen in jedem Raum ersetzt. Früher musste man noch die Kohle in jeden einzelnen Raum erstmal hinbringen und jede drei Stunden nachlegen. Ab jetzt sind riesige Ofenheizer dafür zuständig, durch die Röhre, warmes Wasser zu liefern und durch die Heizkörper zu heizen. Ein kleines Wunder für diese Bedingungen!

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2017

Endlich ist es soweit. Das Katzenhaus ist bezugsfertig und unsere Samtpfoten durften umziehen. Raus aus den schwer sauber zu haltenden Holzunterkünften, rein in ein helles luftiges und großes Katzenhaus.
Nicht nur die Katzen werden darüber glücklich sein, auch unsere Pfleger, allen voran Tanja, haben es nun viel einfacher, den Tieren eine Umgebung zu bieten, wie diese sie es für ihre Genesung benötigen. Denn die meisten Tiere kommen in keinem guten Zustand ins Tierheim. Die Svetlana darf endlich, von ihr lieb aufbewahrte Katzen-Zubehör der Deutschen Freunde auslegen, darüber freut sie sich wie ein Kind.

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Und dann geschieht ein wichtiges Ereignis in der Geschichte unseres Tierheims! Und überhaupt in dieser Gegend Sibiriens, den weit und breit gibt es keine Notunterkünfte für Tiere dort. Es wird mit dem Bau vom ersten Steinhaus angefangen. Unsere "Schneekönigin" wird 250 m2 groß, hat zwei Stockwerke und wird aus den Spenden des Partnervereins  https://tierhilfe-bluemoon.de/impressum.html finanziert! Die meisten Tiere die nicht Wetter resistent sind, sollen dort untergebracht werden! Gleichzeitig sorgt unserer Verein weiterhin für die Existenz des Vereins und seine Grundbedürfnisse.


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2017 haben wir noch eine ziemlich wichtige Änderung im Tierheim. Wir stellen den ersten stabilen Tierarzt ein, der nicht nur an manchen Tagen kommt, sondern täglich im Tierheim arbeitet. Der junge Mann heisst Volodya, und nach schlechten Erfahrungen mit Vorärzten, die an den Tieren im Tierheim, eher geübt haben, als denen ein Wert zu geben, sind wir mit dem Neuankömmling überraschend sehr zufrieden. Der Volodya richtet, die zu diesem Zeitpunkt in einem sehr vernachlässigten Zustand aussehende Klinik wieder. Sortiert die Medikamente durch, und fängt an Ordnung in das System zu bringen. Er ist nichts im Vergleich zu den Ärzten die früher hier gearbeitet haben.


2018

 In der Zeit, in welcher wir versuchen das Tierheim auf Mindeststandart zu bringen. Ist die Situation der Straßen Tiere außerhalb des Tierheims immer noch sehr schwierig. Bei diesen extremen Wetterbedingungen, bei -40 Grad im Winter, haben es die Straßen Tiere kaum Möglichkeiten an das Futter ran zu kommen. Viele erleiden dadurch den Hungertod. Die anderen werden bei den "Straßenreinigungen" erschossen. Zu diesem Zeitpunkt beherbergt das Tierheim bereits 400 Tiere! Die Freiluftküche ist  von 8h morgens, bis 19h Abends täglich im Einsatz. Erst dann haben alle ihre Portion bekommen. Obwohl wir bereits einen guten Deal für Groß Lieferung an Trockenfutter ermöglichen könnten, Wird immer noch ununterbrochen Brei gekocht. Warum?  Die Antwort ist ernüchternd. 1000kg Trockenfutter würden gerade für 3 Tage genügen bei so vielen Tieren. Das können wir an Spendengeldern nie bewerkstelligen Monat für Monat. Das Kochen ist wesentlich günstiger. Jeder Napf bekommt täglich ein Händchen voll Trockenfutter mit dazu.

Unser Arzt Volodya, macht weiterhin gute Arbeit. Er versucht seine Handlungen zu dokumentieren, den nach den unstabilen Ärzten davor weiß man nicht mal, welche Tiere überhaupt kastriert wurden und welche nicht. 

Der Bau von dem Steinhaus geht immer noch weiter.


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Im Katzenhaus
Vor dem Tierheim in einer Kartonbox ausgesetzt
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2019

2019 erliegen glücklicherweise nur wenige Hunde dem Frosttod. Die meisten Alten, Kranken und die ganz Jungen haben erstmals Zuflucht in dem leider immer noch nicht fertig gestellten Hundehaus gefunden. Immerhin hat es als vorübergehendes Asyl dienen können, Auch wenn der Innenbreich, und der zweite Stock nicht fertig ist, werden viele Hunde vor dem sicheren Frosttod bewahrt. Auch von dem Aussenzwinger, ist die nächsten zwei Jahre nicht die Rede, dafür reichen die Spenden einfach nicht aus, weil das Haus mit sich viele unerwartete Kosten mitbringt. Die Hunde drücken sich sehensüchtig in die Löcher, welche eigentlich als Türen für den Freigehege eingebaut sind.

Gleichzeitig wird auch eine stabile Futterbeschaffung direkt bei einer Trockefutter-Firma aufgebaut. Wir bekommen, ein gutes Deal direkt über den Anbieter und unser Partnerverein "Tierhilfe Bluemoon & Pfötchenhilfe e.V." finanziert mit 2500 Euro eine Monatliche Trockefutter-Lieferung. Das sind 3200 kg, 200 Säcke von 16 kg, von der Marke "Dilli"

Volodja, unser junger Tierheimtierarzt, hat über den Winter großartige Arbeit geleistet. Neben seiner inzwischen schon "normalen" Arbeit (Behandlungen, Impfungen, Kastrationen usw.) hat er verschiedenste Operationen durchgeführt, um Tiere zu retten, ihr Leben zu erleichtern und sie zu heilen. Er begeistert uns immer wieder mit seiner Vielseitigkeit, außergewöhnlichen Kompetenz und unendlichen Tierliebe.


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2020

2020 kommen ganz viele tolle Frauen in Deutschland zusammen, um bei der Tiervermittlung der Tiere aus Sibirien, ins Ausland zu helfen. Bis jetzt hat fast nur Daria in Zusammenarbeit mit ein paar Tierheimen und Pflegestellen nur wenige Tiere vermitteln können. Vor Ort sind die Vermittlungs-Chancen gleich 0, und das Tierheim beherbergt in dem Moment bereits 600 Tiere! Immer noch ein Überlebenskampf, bei dem nur die Stärkeren durchkommen. Diese tollen, engagierten Frauen, wie Manuela, Karina, Annett, Vera, Nicole Randig, Nicole Endter, Gabi, Martina, sie alle helfen bei Vermittlung der Tiere, Homepage, Buchhaltung, und vielem mehr.

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2020 beginnt auch die Corona-Pandemie. Die Menschen warten auf ihre Tiere in Deutschland, dabei kann man kaum aus dem Haus. Gleichzeitig haben ganz viele Menschen in diesem Moment Zeit um ein Tierfreund ein zu Hause zu schenken. Wege werden gesucht, damit Transporte weiter laufen. Alleine im Jahr 2020 kommen durch tolle Vermittlungen von unseren Powerfrauen: 86 Hunde und um die 95 Katzen raus.

202o wird das erste Steinhaus endlich fertig! Die Svetlana hat auch Geld für Aussenzwinger eingesparrt und die Hunde dürfen endlich raus!



Unser Partnerverein: https://tierhilfe-bluemoon.de/impressum.html wartet nicht lange, und beginnt mit dem Bau von noch einem Stein- Haus! Welches für Quarantäne und für Klinik genutzt werden soll. Den oft werden Tiere in der Massen schlimmen Zustand ins Tierheim abgegeben, das diese nur Isoliert überleben können.

2021

Auch 2021 werden Ca 100 Hunde und 100 Katzen nach Deutschland, Schweiz, oder Österreich vermittelt.



Alles scheint im Tierheim besser zu werden, und dann geschieht eine unerwartete Wende, auf die wir alle nicht gefasst waren. Svetlana wird ein Opfer der gelben Presse. Eine neue Mitarbeiterin im Tierheim hetzt die Svetlana gegen uns deutschen Tierschützer auf, und redet ihr ein, das wir die Tiere hier für Laborversuche ausreisen lassen. Der Svetlana wird Material aus YouTube Kanälen vor die Nase als Beweismittel gestellt. Da Svetlana ein älterer Mensch von 73 Jahren ist, und die falsche Information nicht rausfiltern kann, fängt sie an, an diese Information zu glauben. Und sagt uns eins nach dem anderen, die Ausreise von bereits reservierten Tieren ab. Die Familien, die auf ihre Tiere sehnsüchtig warten sind entsetzt, und wir auf dieser Seite des Planeten auch. Es kommt zu den Konflikten zwischen den Tierschützern im Verein, die meisten wollen kein Konzentrationslager am Leben erhalten, bei dem die Tiere nur rein kommen und nichts weiter vermittelt wird. Drei Frauen steigen aus dem Verein aus. Daria versucht noch verzweifelt, mit Svetlana zu verhandeln, bekommt aber Antworten, das die Tiere in ihrer Heimat besser aufgehoben sind, und das wir keins davon mehr ausreisen dürfen. Schlussendlich verliert auch die Daria ihre letzte Geduld, und wendet sich von Svetlana ab. Die Spendengelder werden nicht mehr gesammelt, und wieder zurück an die Spender überwiesen. Die Svetlana hat ein klares Ziel vor Augen, den russischen Tierschutz auf die Beine zu stellen. So leid uns in diesem Moment die Tiere im Tierheim leid tun, müssen wir zusehen, das eins nach dem anderen Arbeiter weg gehen, weil die Svetlana diese nicht bezahlen kann. Und die Tiere mit den letzten Spenden aus Europa gefüttert werden. Nach ein Paar Monaten, sieht die Svetlana kein Ausweg mehr und muss sich wieder an uns wenden. Es wird ein Vertrag unterschrieben, das wir das Tierheim nur dann unterstützen werden, wenn wir auch Tiere vermitteln können. Den ein Leben eingeschlossen im Zwinger ist für uns alle keine Lösung. Gott sei Dank, ist die damalige Frau, welche den Einfluss auf Svetlana genommen hat, bereits mit Svetlana zerstritten, und nicht mehr im Tierheim. Die ersten Tiere dürften wieder ausreisen, und die geduldige Besitzer bekommen nach langem Warten ihr gerettetes Tier. Und die Svetlana ein Beweis Foto, das es dem Tier gut geht. 

2022

2022  LEBT das Tierheim weiter! Es hat bereits zwei Steinhäuser eins von 600 m2 zweites 300 m2 und ein grosses Katzenhaus von 250 m2.  Langsam werden alte Holz-Hütten durch neue ersetzt.


Das Tierheim gibt 11 Menschen Arbeit:

-2 Ärzte. Ein stabiler Arzt. Ein Helfer.

- Im Winter 3 Arbeiter, die das Tierheim 24 Stunden, mit Kohle beheizen.

-Ein Arbeiter, der sich um Brei-Vorbereitung von 7:00 Morgens bis 19:00 Abends kümmert.

- 1 Arbeiter der Futterverteilung macht.

-Eine Putzkraft für das Katzenhaus.

-Eine Putzkraft an dem Quarantäne-Steinhaus.

-2 Putzkräfte an dem zwei Stöckigem-Steinhaus.

-1 Putkraft für andere kleine Wegen, und Aussengehäge.

-Svetlana selber, welche sich nur um das Wohl der Tiere kümmert und die Seele des Tierheims ist.

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2008 als das ganze begann, haben wir einfach instinktiv angefangen den Tieren zu helfen, ohne sich vorzustellen, welche Massstäbe das ganze erreichen wird. Eins auf einem leerem Feld angefangen, kann man 2022 auf dem Sateliten-Bild eine kleine Insel auf der anderen Seite erkennen, eine "Isnel der Hoffnung", das eines Tages alles besser wird.

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